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Rückschau - Endgegnerchoreo 2013

Teil 2 unserer Rückschau-Serie führt uns in den Abstiegskampf der ProB-Saison 2012/13 - dem ersten Jahr der Dresden Titans in der 2. Basketballbundesliga. Nach einer bewegten Saison müssen unsere von Thomas Krzywinski trainierten Kerls in den Playdowns unter anderem gegen die White Wings Hanau ran. Und zum Heimspiel wurde es richtig heftig! Dabei meinen wir nicht nur unsere Choreo, sondern vor allem den legendären Buzzerbeater von Max von der Wippel inklusive Freiwurf zum Sieg! Aber lest selbst.

 

Endgegnerchoreo 2013

 

 

Die zum Auftakt der diesjährigen Playdownserie von uns präsentierte Choreografie steht sinnbildlich sowohl für unsere Auffassung eines aktiven Fandaseins als auch für den angestrebten Zusammenhalt der Titansfanszene allgemein. Deshalb stellt der nun folgende Blick hinter die Kulissen unseres bis dato größten Projekts eine Danksagung für den erhaltenen Vertrauensvorschuss durch unsere Unterstützer sowie ein Werben für eine zukünftig noch größere Akzeptanz für unsere Aktionen dar.

 

Die Idee

 

Wir glauben fest an unsere Mannschaft und ihre Fähigkeiten, die anstehenden Herausforderungen in der Abstiegsrunde zu meistern. – Diese Botschaft wollten wir unseren Jungs und dem Rest der Welt mit einem möglichst starken optischen Ausrufezeichen verdeutlichen. Im Angesicht der Playdowns und den damit verbundenen alles entscheidenden Duellen gegen drei gleichstarke Konkurrenten lag es nahe, an Endgegner, wie sie oftmals am Levelende der meisten Videospiele warten, zu denken. Zur Umsetzung dieser Idee wählten wir Motive aus Pacman, einem zeitlosen Klassiker mit Ursprüngen in der Spielhallenhochzeit der 1980er Jahre.

 

Über der Frage „3 Endgegner voraus?“ prangte auf der Haupttribüne ein überdimensionaler Pacman in der Vereinsfarbe der Titans, welcher selbstverständlich unsere Mannschaft repräsentierte. Dieser ist augenscheinlich im Begriff, seine Gegner in Form der drei Geister zu verputzen. Sie tragen dabei die Farben unserer realen Playdowngegner.

 

Auf der Gegentribüne präsentierten wir über der Zeile „1.000 Titanen im Rücken!“ mehreren hundert Miniaturausgaben des blauen Pacmans. Dies unterstrich unsere Grundaussage, dass das Team seinen Gegnern eben nicht allein oder zu fünft auf dem Feld gegenübersteht, sondern sich (bis zu) 1.000 Anhängern im Rücken sicher wissen kann. – Dazu passend stand dann die Abschlussbemerkung, „Gemeinsam noch lange nicht Game Over!!!“, welche die Videospielanalogie abrundete.

 

Die Vorbereitungen

 

„Was wird unsere Saisonabschlusschoreo?“
„Egal, haut erst mal die Kurzen hier weg. Ex oder Treuchtlinger!“

 

Schon vor dem Saisonbeginn waren wir uns einig, dass wir auch oder erst recht in der ProB mit drei Choreografien für eine bunte und kreative Margon Arena sorgen wollen. Unter dem Motto „Tragt unsere Fahne in die ganze Republik“ gelang uns mit dem dargebotenen Fahnenmeer ein erfolgreicher Auftakt. Leider mussten wir aus formalen Gründen auf die geplante Aktion kurz vor Weihnachten verzichten, weswegen bereits zum Jahreswechsel feststand, dass die nächste Choreografie umso eindrucksvoller werden sollte.

 

So begannen wir bereits im Januar mit dem Brainstorming für neue Ideen. Nachdem wir ein Jahr zuvor die Regionalligameisterschaft mit der dritten Blockfahne in der Gruppengeschichte zelebriert hatten, wollten wir dieses Mal einen anderen Weg einschlagen und suchten bewusst nach alternativen Materialien. Dies hatte zur Folge, dass wir uns erst Mitte Februar auf einen Entwurf einigten.

 

Somit blieben uns nur sieben Wochen bis zum geplanten Einsatzdatum. Dass diese Zeitspanne äußerst knapp bemessen war, offenbarte sich uns spätestens nach den stundenlangen Koordinations- und Diskussionsrunden zu Material-, Kosten- und Verantwortungsplanung.

 

Die Anfertigung

 

„Wir könnten 900 farbige A0-Bögen kaufen und uns eine Menge Zeit sparen.“
„Oder wir besorgen uns 350 Meter weiße Papierrollen, tragen 50 Liter Farbe selber auf und sparen damit ein paar Groschen!“
Gesagt getan.

Nicht nur hinsichtlich des Aufwands, auch in der Kostenfrage stießen wir mit dieser Choreo in neue Dimensionen vor – Auch wenn wir uns dafür entschieden, auf vorgefertigtes Material weitgehend zu verzichten. Dies bedeutete aber gleichzeitig, dass wir in tagelanger Handarbeit zunächst mehrere Liter Farbe anmischen und auf 300 m² Papier auftragen sowie das Zwischenergebnis schließlich zuschneiden mussten. Ein enormer Aufwand, welcher die Leistungskapazitäten so kleiner Gruppen wie der unseren an ihre Grenzen brachte.

 

„Meinst du, wir sind hängengeblieben?“
„Naja schauen wir uns das mal an: Wir malen Augen auf Figuren aus einem Videospielklassiker. An einem SAMSTAGABEND!“

Am Ende standen weit über 100 Arbeitsstunden zu Buche. So ist allein jeder der kleinen Pacmänner das Resultat eines siebenteiligen Produktionsprozesses.

 

Die Durchführung

 

„Seid ihr auch so aufgeregt?“
„Ich konnte die halbe Nacht nicht schlafen!“
„Jungs, wenn ich nicht bis früh um vier Uhr Spruchbänder gemalt, dann von acht bis 17 Uhr beim Umzug meiner Freundin geholfen und danach wiederum bis um eins Spruchbänder gemalt hätte, hätt ich sicher auch nicht schlafen können.“

 

Elektrisiert von unserer bevorstehenden Großaktion, begann dieser so lange herbeigesehnte Spieltag für die meisten von uns zu einer ungewöhnlich frühen Stunde. Die bohrenden Fragen, ob sich der ganze Aufwand mit einer reibungslos ablaufenden Choreografie auch wirklich auszahlen würde, ließen einfach keinen entspannteren Start in den Tag zu. Als größten Risikofaktor für das Gelingen hatten wir die schiere Zuschauerzahl ausgemacht. Die Choreo war auf 900 bis 1.000 Arenabesucher ausgelegt. Unter 800 Personen drohte die angestrebte Wirkung zu verpuffen.

 

Die Durchführung selbst war entgegen einiger vorab durchdachten Horrorszenarien recht zufriedenstellend. Auch wenn es durchaus gern noch mehr Leute auf den Rängen begrüßt hätten, reichte ihre Anzahl aus, um nicht völlig unterzugehen. Auch die Mitmachquote war akzeptabel. Dabei zahlte sich aus, dass wir dieses Mal bereits sehr früh mit drei Teams in den Blöcken präsent waren, um Fragen zu beantworten und koordinierend zu wirken.

 

Da es bei solchen Großprojekten stets zu viele Störgrößen gibt, als dass man sie alle kontrollieren könnte und wir selbst bereits deutlich schlechtere Durchführungen erlebt haben, sind wir mit der Umsetzung unserer Vision durchaus zufrieden.

 

Die Hauptsache ist jetzt, dass der Funke auch zur Mannschaft übergesprungen ist und wir gemeinsam im April den Klassenerhalt feiern können.

 

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