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Die stillen Reserven

Der ungewohnte Heimspieltermin zum Freitagabend hielt für uns ein Duell mit Lok Bernau bereit. Erstmalig reiste somit eine nennenswerte Gästeschar an, was die Vorfreude auf die Partie durchaus beachtlich steigerte. Warum am Ende trotz eines umkämpften Heimsieges Potential ungenutzt blieb, lest ihr im Fanbericht.


Vorfreude nicht nur beim Schuhe putzen

 

Zugegeben: auch wenn wir beim Duell mit den Lokis nicht wirklich von einem Derby sprechen würden, so hatte doch jeder in unseren Reihen eine spürbare Anspannung anheim. Von so weit weg kommen die Randberliner dann eben doch nicht und die Erwartung eines ordentlichen Gästeanhangs sorgte für ein wohliges Kribbeln. Wir wollten zeigen, was das Dresdner Publikum draufhat und hatten uns dementsprechend viel vorgenommen.


Um den Bogen direkt auch zu schließen: wir boten eine annehmbare Stimmung. Trotz eines gut gefüllten Fanblocks kam der Support zwar manchmal nur schwerfällig in der ganzen Halle an und einen richtigen Flow fanden wir während der 40 Minuten leider nicht. Aber die üblichen Dosenöffner, sprich Dunks, Blocks und Fastbreaks, rissen die Zuschauer schon von den Sitzen und in der Folge blitzte in der Margon-Arena ein Vorgeschmack des Möglichen auf. In Sachen Liedauswahl war für jeden was dabei und die Mitmachquote, zumindest innerhalb des Fanblocks, war annehmbar gut. Das (vollständige) Einbeziehen der Haupttribüne bleibt aber nach wie vor eine Baustelle.


Unschöne Einflussfaktoren

 

Fairerweise müssen wir auch ein paar Hürden erwähnen, mit denen wir zu kämpfen hatten. Zunächst sei da der Einsatz des mittlerweile dritten Hallensprechers in dieser Saison zu nennen. Nachdem Ron Ringguth Dank „Salamigate“ und vollem Terminkalender einmal mehr nicht am Mikro sitzen konnte, wurde nicht etwa wie bisher auf Gert Küchler gesetzt, sondern Gustav Hollnagel, einer unserer ehemaligen Wortakrobaten vorheriger Spielzeiten, akquiriert. Der machte seinen Job gewohnt gut, aber es fehlte eindeutig an Abstimmung. Und so forderte der Mann mit dem Mikro zeitweilig „Defense“, während wir gerade einen melodischen Gassenhauer zu zelebrieren versuchten. Kann natürlich alles mal vorkommen, ist in diesem Fall aber durch ständiges Hin und Her in der Besetzung dieser wichtigen Position ein hausgemachtes Problem. Wir wünschen uns einfach mehr Konstanz am Mikro, damit die Implementation funktionierender Abläufe und Rhythmen gelingen kann.


Ebenfalls fragwürdig war der Auftritt vom Spieltagssponsor PostModern. Der Zusteller verlegte kurzerhand seine Weihnachtsfeier auf das Heimspiel und sorgte so für circa 200 Zuschauer mehr und wahrscheinlich auch das Aufstellen des neuen Saisonrekords von 1.878 Gästen. Da kann man natürlich nicht meckern. Warum die Belegschaft dann aber unbedingt in knallrote Shirts gesteckt werden musste und nicht dem Anlass entsprechend wenigstens eine Kombi mit den Vereinsfarben blau und weiß möglich war, erschließt sich uns nicht. Dank der separierten Unterbringung auf der Hinterkorbtribüne hatte man gelegentlich sogar das Gefühl es gäbe dreierlei Fanlager.


Hop oder Top?

 

Alles in allem betrachtet, kann man mit dem zurückliegenden Spieltag weder richtig zufrieden noch übermäßig enttäuscht sein. Auf den visuell und akustisch guten Support von Seiten der Eisenbahner wussten wir eine Antwort zu geben. Gleichwohl erklomm man nicht die Höhen, die sich in manchem Kopf vorgestellt worden waren. Es muss uns zum letzten Heimspiel des Jahres gegen Oldenburg wieder gelingen das Eventpublikum zu involvieren und alle Zuschauer abzuholen, um mit einem guten Gefühl in den Jahreswechsel zu gehen. Sonst gibts diesmal nix vom Weihnachtsmann. 😉

Dresden Titans – Lok Bernau (88:81)
11. Spieltag, 2. Bundesliga ProB
Zuschauer: 1.878
Gäste: ca. 50

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