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Pflichtbesuch

Kennt ihr das? Geburtstagsfeier der nervigen Nichte von der Tante zweiten Grades des Schwippschwagers? Der Termin für die Abgabe der Steuererklärung? Wurzelbehandlung beim Zahnarzt? Es nützt alles nichts, man kommt nicht drumherum. Gleiches gilt für Auswärtsfahrten zu den BSW Sixers nach Sandersdorf.

 

Vertraute Gefilde

 

Es ist nun mal die kürzeste Auswärtsfahrt des Jahres und es ist ein Ostduell. Da fährt man hin. Klare Sache. Aber wenn man wie wir nicht zum ersten Mal im Idyll des „Sixersdome“ alias Sportzentrum Sandersdorf-Brehna zu Gast ist, dann weiß man, worauf man sich da einlässt. Und plötzlich erscheint die sichere Teilnahme doch nicht mehr ganz so sicher, schweifen die Gedanken doch zu einer wenig attraktiven Spielstätte, traditionell hohen Niederlagen und einer in unseren Augen ziemlich kritischen Vorstellung von Support auf Seiten der Gastgeber ab.

 

Trotzdem setzte sich pünktlich zum Samstagnachmittag ein voller Neuner Richtung Sachsen-Anhalt in Bewegung. Dank bekannter Strecke verlief die Anreise ohne nennenswerte Vorkommnisse. Vor Ort wurde der Gästeblock bezogen und standesgemäß hergerichtet. Anschließend zeigte sich das Dorf von seiner besten Seite und brauchte knapp dreißig Minuten Zeit, um eine der Korbanlagen für das Spiel herzurichten. Mit entsprechender Verspätung erfolgte der Hochball.

 

Im Westen nichts Neues

 

Bereits vor Spielbeginn sorgte wie immer die Sandersdorfer Hallenbeschallung für Kopfschütteln. In heftiger Lautstärke und brutal übersteuernd wurden die nicht einmal 300 Zuschauer malträtiert. Mit Spielbeginn gesellte sich dann auch noch der Sixers-Trommelclub in den Reigen ohrenbetäubenden Lärms, garniert von einer unsäglichen Pumphupe. Der nach dem letzten Auftritt bei den Sixers abgeleistete Schwur das Ding verschwinden zu lassen, konnte leider nicht umgesetzt werden.

 

Trotzdem was mitgenommen

 

Dennoch gab es auch zwei Lichtblicke. Unsere Jungs boten dem ungeliebten Gegner auf dem Parkett kräftig Paroli und hielten die Partie bis zum Ende spannend. Für Spiele gegen Sandersdorf keine Selbstverständlichkeit und ein positives Signal für die kommenden Begegnungen. Spätestens zum Heimspiel belohnt sich die Mannschaft hoffentlich für ihren Einsatz und schenkt uns einen Sieg gegen die Sixers-Bande!

 

Außerdem konnten wir in Sachen Support mehr als mithalten und eroberten gegen den künstlichen Schallpegel des Öfteren die Stimmhoheit. Insgesamt zeigten wir eine richtig runde Performance! Wenn wir diese Geschlossenheit und Energie für den Rest der Saison konservieren können, dann muss man von einem großen Schritt nach vorn sprechen. Zum nächsten Heimspiel gegen Itzehoe wird sich zeigen, ob aus dem Ausreißer nach oben vielleicht doch eine Serie wird.

 

BSW Sixers - Dresden Titans (74:71)

03. Spieltag, 2. Bundesliga ProB

Zuschauer: 268

Gäste: ca. 25

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