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Brennendes Parkett, glimmende Tribüne

Drittes Adventswochenende, zweites von drei Dezember-Heimspielen, dazu zwei neue Gesichter bei den Titans, jeweils eins auf und eins neben dem Feld. Außerdem: Finnen pinkeln Eiswürfel und Gamewinner entflammen nicht jedes Publikum. Verwirrt? Wir auch.


Wetterkapriolen, fehlende Konstanz und ungünstiges Timing


Es wurde in dieser Saison bereits mehrfach über die Zuschauerzahl diskutiert. Nachdem Geschäftsführer Jörn Müller zu Saisonbeginn einen Zielschnitt von bis zu 2.000 Zuschauern aufrief und dafür auch allerhand Maßnahmen in die Wege leitete, muss man nach nunmehr sieben Spielen auf der Bodenbacher Straße konstatieren, dass dieses Ziel wohl nicht mehr zu erreichen ist.


Ob es daran liegt, dass immer zu Heimspielen die Sonne scheint und potentielle Zuschauer lieber ins Freie statt in die Halle strömen, ob es am Fehlen von dauerhaftem sportlichem Erfolg oder einfach an unglücklichen Ansetzungen wie beispielsweise drei Adventssonntagen liegt, ist vermutlich nicht abschließend zu klären. Fakt ist: quantitativ hatten sich alle mehr versprochen.


Qualitativ hingegen wurde in dieser Saison von uns oftmals eine Verbesserung im Vergleich zu vorherigen Jahren beschrieben. Mehr Gesichter im Fanblock, mehr Aktivität auf der Haupttribüne und generell steigende Identifikation. Die Auswirkungen der Gründung des Forza Blue e. V. als offizieller Anlaufstelle sind deutlich spürbar. Apropos Anlaufstelle - ein neuer eyecatcher schmückt nun unseren Fanstand im oberen Foyer. Dank des neuen und auffälligen Rollup sieht nun alles ein bisschen schicker aus. Somit werden wir nun vielleicht nicht mehr nur als Wegweiser zu den stillen Örtlichkeiten wahrgenommen ;)


Da geht mehr


Zum Heimspiel gegen Wolfenbüttel hat diese Entwicklung offensichtlich ausgesetzt. Obwohl mit Julian Scott und Markus Röwenstrunk zwei neue Hoffnungsträger für einen sportlichen Aufschwung ihre Premiere in Elbflorenz geben durften, konnten sich weder Fanblock noch Haupttribüne durch großen Einsatz sonderlich auszeichnen. Selbst die Anwesenheit von Fans der Gastmannschaft, welche sitzend die Trommelstöcke dreier zugehöriger Geräte geschwungen haben, reichten scheinbar nicht aus um auf die eigene Stimmungslage ein paar Prozent drauf zu setzen. Nicht falsch verstehen: wir sagen nicht, dass grundsätzlich schlechte Stimmung herrschte. Aber am vergangenen Sonntag war definitiv noch Luft nach oben, was allein schon der eher verhaltene Jubel nach dem Gamewinner von Vesa Heinonen indiziert, anschließende Schiridiskussion ob der Gültigkeit hin oder her. Übrigens: wer nach acht Ballverlusten im vorherigen Spiel in der entscheidenden Situation die Traute für so einen Bauerntrick hat - Hut ab Vesa!


Noch ist nicht Weihnachten!


Es bleibt zu hoffen, dass Weihnachtshektik und zu viel Christstollen dem ein oder anderen in Sachen Stimmung den Zahn gezogen haben. Denn auch wenn Coach Röwenstrunk nach dem Spiel die Stimmung in der Halle lobte und allen Fans dankte: wir sind uns sicher, dass wir mehr können. Und das wollen wir zum Ostduell gegen die Sixers auch unbedingt zeigen!

Dresden Titans – MTV Herzöge Wolfenbüttel (80:78)
13. Spieltag, 2. Bundesliga ProB
Zuschauer: 1.017
Gäste: 15

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Kommentare: 1
  • #1

    Petra (Dienstag, 18 Dezember 2018 17:09)

    Da geht mehr, da gebe ich Euch leider recht. Das Thema Stimmung wurde aber letzes Jahr bereits angesprochen. Die Pappklatschen reichen nicht aus um die Stimmung zu heben. Die Plastetröten die es zu kaufen gibt sind leider auch misst.Ich weiss nicht ob Eure Fans Hemmungen haben, dann schickt sie mal im Sommer zu einem Spiel zu den Monarchs, dann erfahren sie mal was Lärm bedeutet. Macht doch noch einmal Werbung für das Weihnachtsspiel. Alle die Trommeln, Tröten oder andere Lärminstrumente haben sollen die doch mitbringen und auch benutzen.Teilweise sind die Gästefans lauter als die eigenen.

offizieller Fanverein der Dresden Titans

Forza Blue e. V.

Sitz:
Cunnersdorfer Straße 16, 01189 Dresden
Vereinsregister:
Amtsgericht Dresden VR 9988

Vorstand: Alexander Seedorff, Felix Münch, Ina Berthun, Denis Buscher